Projekt Fliegender Stern

Veröffentlicht: Montag, 19. Januar 2015

Ein Leseprojekt zum Kinderbuch „Fliegender Stern“ (Ursula Wölfel)

Lesen gilt als Schlüsselkompetenz, denn „wer liest hat mehr vom Leben, kommt weiter in Schule, Studium und Beruf“. Mit diesem Leitsatz präsentiert sich das Bundesland Bayern auf dem Innovationsportal von Bund und Ländern (www.bildungsserver.de). Die Vermittlung von Lesekompetenz ist eine zentrale Aufgabe der Grundschule. Dort soll das Lesen nicht nur als Mittel der Informationsentnahme nahegebracht werden, sondern Freude und Genuss an schöner Lektüre vermittelt werden. 

Letzteres war der Ansatzpunkt, mit dem die Studentin, Frau Julia Glawar, in der Klasse 3b, das Kinderbuch „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel behandelte. Die für ihre Zulassungsarbeit durchgeführten Unterrichtsstunden hatten zum Ziel, das Interesse und die Motivation der Schülerinnen und Schüler zum Lesen anzuregen und zu stärken. Die Stundenplanungen und -durchführungen erfolgten dabei unter wissenschaftlicher Betreuung des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik (Prof. Dr. Hartinger) der Universität Augsburg.

Fliegender Stern 01

 

Wichtig war dabei, die Kinder der Klasse von der Klassenlehrerin Frau Osterried in die Welt der Ureinwohner Nordamerikas eintauchen zu lassen. Denn Fliegender Stern ist ein Indianerjunge, der verstehen will, warum sein Stamm keine Büffel mehr findet, die zu seiner Zeit eine zentrale Nahrungs- und Lebensgrundlage vieler Indianer darstellten. Es gelingt der mehrfach ausgezeichneten österreichischen Kinderbuchautorin Ursula Wölfel eindrucksvoll, die Problematik der Besiedlung des amerikanischen Kontinents durch Weiße und der damit einhergehenden Bedrohung der wilden Bisons sach- und gleichzeitig sehr kindgerecht darzustellen. Wesentlicher Bestandteil einer jeden Unterrichtstunde zum Buchprojekt war ein indianisches Begrüßungsritual und das Entzünden eines (künstlichen) Lagerfeuers. 

Fliegender Stern 02

Im Rahmen der Buchbesprechung mit den Kindern erfolgten unterschiedliche Aktivitäten, wie das Reflektieren des ersten Kapitels, das in der Herstellung eines Lesezeichens mündete oder das Bauen von Standbildern, durch die sich die Schülerinnen und Schüler in die emotionale Lage des Protagonisten Fliegender Stern hineinversetzen sollten. Es ergaben sich verschiedene schriftliche Tätigkeiten, wie das Erstellen eines Interviews mit Fliegender Stern, die Beantwortung von diversen Fragen zur Lektüre, um eine intensive Auseinandersetzung mit dem Lesestoff anzuregen oder das Schreiben eines Briefs an die Hauptfigur des Romans. Auch das Basteln von Pfeil und Bogen oder einer Angel, sowie deren praktisches Ausprobieren im Schulhof kamen nicht zu kurz. Beim Malen von indianischen Schriftzeichen auf echtes Leder und dem Aufführen eines Schattenspiels konnten sich die Schülerinnen und Schüler kreativ mit der Kultur und Lebensweise der Ureinwohner Amerikas auseinandersetzen. Die Kinder hatten durchweg die Möglichkeit, in Gruppen oder individuell zu arbeiten. Reichhaltiges Differenzierungsmaterial wie eine Bücher- und Spielekiste sorgten für Abwechslung und Entspannung. Immer wieder erfolgten intensive Lesephasen, in denen die Kinder nach eigener Wahl aufgefordert waren, für sich alleine, in Kleingruppen oder unter individueller Betreuung durch die anwesenden Lehrkräfte zu lesen. Ein fröhliches, indianisches Fest und das gemeinsame Einstudieren und Singen eines indianischen Kinderlieds rundete die Beschäftigung mit dem Kinderroman auf lebendige Art und Weise ab.

Fliegender Stern 17

 

Dieses Projekt hat gezeigt, dass Kinder große Freude am Lesen haben und täglich zum Lesen animiert werden sollten! 

Fliegender Stern 18

 Text: Julia Glawar   -  Bilder: Monika Osterried

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